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Stralsund

Meeresmuseum

MEERESMUSEUM

Das größte Naturkunde-Museum Norddeutschlands befindet sich in einer frühgotischen Klosterkirche - einem architektonischen Kleinod.
Sehr liebevoll wird hier die Geschichte der einheimischen Fischerei und des Schiffbaus erzählt. Wir erfahren aber auch von der Bedeutung der Weltmeere und deren Tierwelt für unser Leben. Hunderte Präparate, vom Hering bis zum kapitalen Skelett eines Finnwals, sowie ca. 45 Aquarien mit einheimischen und tropischen Fischen und Schildkröten, werden in den uralten  Gemäuern gezeigt.

Aquarien 

Besonders beeindruckend ist auch das riesige Skelett eines 14, 5 m langen, männlichen Pottwals. Er strandete am 4. Dezember 1997 am Strand der Insel Rømø¸ in Dänemark. Pottwale sind übrigens Extremtaucher und die größten Raubtiere der Erde. Sie haben eine Supernase, die größte Nase in der ganzen Welt. So können sie sich noch in einer Tiefe bis zu 2.000 m mittels Echo-Ortung in der absoluten Dunkelheit der Tiefsee orientieren.

DAS NAUTINEUM

Ausstellung MeeresweltenDas Nautineum in Stralsund wurde 1999 als Außenstelle des Stralsunder Meeresmuseums auf dem Dänholm eröffnet.
Auf dem über zwei Hektar großen Ausstellungsgelände in Hallen werden Exponate zu den Themen Fischerei, Meeresforschung, Walforschung, Hydrographie und Seewasserstraßen gezeigt. Der Schiffbau in Stralsund und der Fischfang auf Ostsee und Bodden werden hier begreifbar. Zu den Ausstellungsstücken zählt u.a. ein restauriertes Zeesboot, das deutsche Unterwasserlabor Helgoland, Deutschlands erstes bemanntes Forschungstauchboot "GEO" und die erste deutsche Unterwasserstation "BAH 1".

HISTORISCHE ALTSTADT STRALSUND - UNESCO WELTKULTURERBE

Das jahrelange Bemühen der Stadtväter Stralsunds, die Denkmäler der Stadt zu erhalten und zu restaurieren, wurde im Jahre 2002 belohnt. Stralsund wurde von der Unesco in die Liste der Städte aufgenommen, die zum Weltkulturerbe gehören. Am besten beginnen sie eine Stadtbesichtigung beim Kniepertor. Schon nach einigen Metern eröffnet sich der atemberaubende Blick auf das Rathaus und den Alten Marktplatz. Dieser Platz hat alles gesehen, was die Geschichte zu bieten hat: berühmte Bürgermeister wie Bertram Wulflam und Karsten Sarnow, große Piraten wie Klaus Störtebeker; dänische und schwedische Könige; Napoleons Truppen, die Schweden, die Preußen, die Nazis, die Russen; Hochzeiten und Todesfälle.

Stralsund MarktDie historische Altstadt besteht hauptsächlich aus dem Teil Stralsunds, der schon bei der Stadtgründung 1234 vorhanden war, und aus der so genannten Neustadt, die bereits 1256  das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Die ältesten Straßen befinden sich rund um den Alten Markt, so zum Beispiel die Knieperstraße, die Fährstraße und die Schillstraße. Der Alte Markt, zusammen mit dem gigantischen Schaugiebel des Rathauses und der traumhaften Kulisse der ältesten Stralsunder Kirche, St.Nikolai zeugen so wie kein zweiter Ort in Stralsund, vom einstigen Reichtum und Einfluss der Stralsunder Kaufleute. Im gesamten Stadtteil rund um die Nikolaikirche steht ein großer Teil der über 400 unter Denkmalschutz stehenden Häuser. Der ältesten Kirche Stralsunds, der Nikolaikirche, sollten Sie unbedingt einen Besuch abstatten. Schon das Eingangsportal beeindruckt tief, die innere Pracht erschlägt den Besucher fast. Die Kirche ist in den letzten Jahren aufwändig restauriert worden.

Auch ein Besuch der beiden anderen großen Pfarrkirchen der Stadt, die etwas kleinere St. Jacobi und am Neuen Markt die riesige St. Marienkirche lohnt sich. Wie kaum eine andere Kirche im Ostseeraum zeugt die Marienkirche vom Reichtum der Hanse. Das Hauptschiff beeindruckt durch seine gigantische Größe und die handwerkliche Perfektion. Die Orgel des berühmten Orgelbaumeisters Friedrich Stellwagen ist ein Kleinod. Ihr Klang ist einmalig, also unbedingt eines der Orgelkonzerte besuchen. Bei schönem Wetter empfiehlt sich ein Blick über die Stadt und den Strelasund bis nach Rügen und Barth. Sie sollten die Anstrengung auf sich nehmen und den Kirchturm besteigen. Das wird mit einem fantastischen Ausblick belohnt.

GORCH FOCK - DAS ORIGINAL

Gorch FockIm Hafen von Stralsund liegt die berühmte "Gorch Fock" – und zwar die echte. Hier kann man alles über das ehemalige Segelschulschiff der deutschen Kriegsmarine erfahren. Vom Bau des Schiffes 1933, über die Selbstversenkung 1945, die Zeit in Russland bis zur glücklichen Heimkehr in den Heimathafen 2003. Die "Gorch Fock" hat ihren Namen von Johann Kinau. Er war das älteste Kind einer Fischerfamilie in Hamburg und wurde am 22.08.1880 geboren. Seine Karriere als Schriftsteller begann er etwa 1904 und schrieb unter den verschiedenen Pseudonymen "Jakob Holst", "Giorgio Focco" und natürlich "Gorch Fock". Sein bekanntester Roman "Seefahrt ist not" ist aus dem Jahr 1913. Im ersten Weltkrieg, 1915, ging er zur Infanterie und kämpfte in Serbien, Russland und bei der Schlacht von Verdun in Frankreich. Später meldete er sich freiwillig zur Marine. In der Schlacht vom Skagerrak sank am 31.05.1916 die S.M.S Wiesbaden und riss Johann Kinau mit in die eiskalte Tiefe.