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Usedom

Nackedei am Strand

Von Greifswald über Wolgast nach Heringsdorf ist es mit dem Auto oder der Bahn nur ca. 1 Stunde. Peenemünde-Besucher steigen in Trassenheide um und fahren mit dem Rad, dem Bus oder der Bahn 2 km in Richtung Karlshagen und dann nochmal 7 km bis nach Peenemünde. Für alle, die noch weiter wollen: Die Fahrzeit von Wolgast nach Ahlbeck beträgt ca. 30 min.
Autofahrern empfehlen wir auf dem Weg nach nach Wolgast einen Zwischenstopp in Freest: Hier gibt es einen kleinen, lauschigen Fischerhafen und köstlichen, frischen Räucherfisch, z.B. bei der Räucherei Thurow, die schon seit über 100 Jahren räuchert. Um nach Freest zu kommen, einfach in Richtung Lubmin fahren, an Lubmin vorbei der Hauptstraße folgen: 6 km später ist man schon in Freest.
Alle, die nur Peenemünde besuchen wollen, können von Freest aus mit der Fähre über die Peene fahren. Das Auto muss in Freest stehen bleiben.
Wer mit dem Auto weiter will, fährt von Freest aus noch 10 km nach Wolgast - der Weg auf die Insel ist gut ausgeschildert.

Usedom Impressionen 

PEENEMÜNDE

Im Historisch-technischen Informationszentrum Peenemünde kann man eine der folgenreichsten technischen Leistungen des letzten Jahrhunderts näher betrachten. Der Start der ersten Fernrakete der Welt in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde am 3. Oktober 1942 war einer der spektakulärsten und auch gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts. Als "Wiege der Raumfahrt" wurde das einstige Fischerdorf zum Mythos, aber als Entwicklungsstätte der sogenannten Vergeltungswaffen V 1 und V 2 auch zum Ort des Schreckens. Dokumente, Originalteile und Modelle vermitteln sehr anschaulich eine Vorstellung von der Arbeit der Raketen- Spezialisten und von den verheerenden Folgen der neuen Waffe.

U-Boot in Peenemünde

Darüber hinaus zeigt das Museum Flugzeuge, Hubschrauber und ein Raketenschiff aus Beständen der Nationalen Volksarmee der DDR. Das Museum befindet sich im ehemaligen Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt, dem größten technischen Denkmal Mecklenburg-Vorpommerns.

LÜTTENORT

Niemeyer-Holstein HausIn Lüttenort, zwischen den Koserow und Zempin, lebte und arbeitete der Maler Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984), der sich Anfang der dreißiger Jahre aus dem gesellschaftlichen Geschehen zurückgezogen hatte. Ganz Lüttenort ist heute ein Museum: Niemeyer-Holsteins Bilder, seine Bibliothek und sein gesamtes Anwesen sind dem Land testamentarisch als Geschenk überantwortet. Zu besichtigen sind Werke Niemeyer-Holsteins, Teile seiner Kunstsammlung im Wohnhaus und Atelier sowie im Garten des Künstlers. Die gesamte Anlage ist in ihrem ursprünglichen Zustand belassen. Hier können die Besucher Einblicke in die intime Wohn- und Arbeitswelt Niemeyer-Holsteins, in der eine Trennung von Kunst und Leben undenkbar war, gewinnen. Die umfangreiche Kunstsammlung umfasst Werke von Marc Chagall, Gustav Seitz, Wilhelm Lehmbruck, Waldmar Grzimek, Fritz Cremer, Wieland Förster, Werner Stötzer, Joachim John und Max Uhlig. Ganz im Sinne Niemeyer-Holsteins treffen sich in Lüttenort Künstler und Kunstinteressierte regelmäßig zu Konzerten und Lesungen. Persönliche Führungen finden mehrmals täglich statt.

STRÄNDE UND KAISERBÄDER

Seebrücke Heringsdorf

Den Sonnenanbetern und Wasserratten unter Ihnen empfehlen wir die Traumstrände von Trassenheide bis Ahlbeck. Die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin: Seeheilbäder mit großer Vergangenheit, laden mit Charme und dem Pomp vergangener Zeiten zum Flanieren, Baden und Kaffee trinken ein. Die weißen, endlosen Sandstrände sind hier bis zu 70 Meter breit.
Die Heringsdorfer Seebrücke ist mit 508 Metern das längste Bauwerk dieser Art in Kontinentaleuropa. Grosse Persönlichkeiten, wie beispielsweise Theodor Fontane, die Brüder Mann und die kaiserliche Familie haben sich von dieser Region inspiriert gefühlt und hier ihre Spuren hinterlassen.

WOLGAST UND PHILLIP OTTO RUNGE

Runge Geburtshaus WolgastMit dem Geburtshaus des Malers Phillip Otto Runge verfügt Wolgast über ein museales Kleinod. Das Haus in der Kronwiekstr. 45 wurde 1750 erbaut und diente zur damaligen Zeit als Wohn- und Handelshaus der Familie Runge. Hier wurde 1777 Philip Otto Runge, der Maler und Mitbegründer der romantischen Malerei geboren. Das Gebäude am Hafen wurde im Sommer 1997 als moderne didaktische Begegnungsstätte zum 220. Geburtstag des Künstlers der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Runge gilt als vielseitigster Künstler des 19. Jh.. Neben Portraits und Landschaften, Blumenbildern und Scherenschnitten beschäftigte er sich mit baubezogener Kunst, entwarf das "französische" Spielkartenblatt und regte die Gebrüder Grimm zum Sammeln von Märchen an. Seine Arbeit zur Farbenlehre interessierte auch Goethe und führte zu einem intensiven Briefverkehr zwischen beiden. Noch heute wird seine Farbenlehre als eine der ersten dreidimensionalen Farbmodelle verwendet.